S t a t e m e n t


Malerei ist für mich nicht nur ein Bild, das man erschafft; Malerei bedeutet in meinen Augen sehr viel mehr: Durch sie lässt man den mit Stress behafteten Alltag hinter sich, und zugleich ist sie die Phantasie, die in einem schlummert und nur darauf wartet, hervorzubrechen. In diesem Sinne tendierte ich Zeit meines Studiums nach und nach als Autodidakt zur praktischen Arbeit, wobei sich die Kunst nun sehr in meinem Alltag integriert hat.

 

In einer Zeit, wo Fotografie allgegenwärtig ist, erscheint es mir als wichtig, diese Thematik in meine Gemälde zu integrieren, indem ich immer wieder fotorealistische Elemente miteinbeziehe. Bei Betrachtung des Werkes »Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen« (Acryl auf Leinen, 100 x 80 cm, 2018) denkt man sofort an einen Filtereinsatz, was selbstverständlich nicht der Fall ist. Hier sollte bewusst auf Fotomanipulationen angespielt werden. An dieser Stelle kann ich die mir oft gestellte Frage, ob ich mit Fotocollagen arbeite, verneinen, da sämtliche Bilder gänzlich gemalt sind.

 

Einerseits kommt hie und da eine Prise Humor zum Einsatz, andererseits sollen einige meiner Werke die Betrachterin beziehungsweise den Betrachter in Bezug auf unsere Wegwerfgesellschaft zum Nachdenken anregen: Verschiedenste Dinge (wie Plastik), die niemand mehr benötigt und als Abfall degradiert werden, werden von mir wiederentdeckt, in meine Bilder verarbeitet und in weiterer Folge zu neuem Leben erweckt; sie werden sozusagen upgecycelt.

 

Neben den oben genannten malerischen Arbeiten, die Akribie und vor allem Geduld erfordern, suche ich den Ausgleich in der Zeichnung, wo ich eine rasche Vorgehensweise an den Tag lege, weshalb diese von mir als »schnelle Kritzeleien« bezeichnet werden.